DAS KURBAD IM WANDEL DER ZEIT

Transformationen von Rimski vrelec im 20. Jahrhundert

1918

Im April 1918, kurz vor Ende des Ersten Weltkriegs, ging Rimski vrelec in die Hände der neuen Eigentümerin Anna Marchiotti (später verheiratete Nesić) aus Ljubljana über, doch die Umstände waren seiner Entwicklung nicht förderlich. In den 1920er Jahren wollte das Rote Kreuz Guštanj das Kurbad kaufen, um dort ein Krankenhaus einzurichten, doch der Verkauf kam nicht zustande. Einen erneuten Aufschwung erlebte Rimski vrelec mit dem Bau eines eigenen Kraftwerks und der Modernisierung des Angebots im Jahrzehnt vor der deutschen Besatzung. Die Hotelzimmer wurden mit elektrischer Beleuchtung ausgestattet, und der Ferienort wurde als Sommerfrische sowie als Zentrum für Wintersport und Skikurse beliebt.

1941 - 1945

Im Sommer 1941 erklärten die deutschen Behörden das Eigentum von Anna Nesić für „feindlich“ und beschlagnahmten es. Die Verwaltung übernahm Josef Patschnik, dem bald Andreas Keil folgte. Dieser wurde 1942 auch Eigentümer der Immobilie, in der bis Ende 1942 Siemens-Arbeiter untergebracht waren; danach wurde sie bei größeren Einsätzen von Gestapo-Mitarbeitern besetzt.

Dokument über die deutsche Beschlagnahmung des Eigentums von Anna Nesić im Jahr 1941; Kärntner Landesarchiv Klagenfurt.