Anfänge und Eigentümer

Die ersten Besitzer des Heilwassers und die Anfänge des Kurortes

Die Bewohner von Kotlje kannten die heilende Kraft des »Sauerwassers« sicherlich schon vor dem 19. Jahrhundert, als in den Quellen erstmals ein Eintrag über das Heilwasser erscheint. Allmählich wurde es wirtschaftlich interessant, da seine heilenden Eigenschaften die wirtschaftliche Entwicklung förderten und der Region Rentabilität und Bekanntheit brachten.

Beschreibung der Mineralwasserquelle in Kotlje in der Klagenfurter Zeitung, 27. April 1866, S. 378.

Die Quelle lag auf dem Gut Pirkhof, das von Johann und nach ihm von Karl Plasch bewirtschaftet wurde. Letzterer ließ die Quelle Mitte des 19. Jahrhunderts fassen und einen überdachten Platz mit Tischen und Bänken für die Besucher einrichten, die sich das Wasser selbst einschenkten. Bereits Anfang der 1860er Jahre des 19. Jahrhunderts finden sich in Zeitungen Berichte über die erfrischende Quelle und den Rastplatz. Ein Jahr nach Plaschs Tod, im Juni 1867, wechselte das Gut Pirkhof, auf dem sich die Mineralwasserquelle befand, durch eine öffentliche Versteigerung den Besitzer.

1877

Mit dem erneuten Verkauf im Jahr 1877 ging die Quelle in den Besitz von Josef Steinhäubl über, dem kaiserlich-königlichen Hoflieferanten für Mineralwasser. Steinhäubl erkannte das wirtschaftliche Potenzial der Quelle, reinigte sie gründlich, gestaltete die Umgebung und band sie in sein umfassenderes Netzwerk für den Vertrieb von Mineralwasser ein. Trotz späterer finanzieller Schwierigkeiten erreichte er, dass der Rimski vrelec 1879 offiziell als Gebiet von besonderem öffentlichem Interesse geschützt wurde.

Nach Steinhäubls Tod im Oktober 1879 wurde für den Rimski vrelec, den er zwar seiner Frau und Tochter hinterlassen hatte, eine Versteigerung zum gerichtlich geschätzten Wert von 10.405 Gulden ausgeschrieben.

Testament von Josef Steinhäubl, 15. November 1878; Landesarchiv Klagenfurt.